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SHISHA

Die Wasserpfeife wird seit Jahrhunderten benutzt, um den Stress des Alltags sprichwörtlich in Rauch aufgehen zu lassen.

Wie viele wunderbare Dinge aus der Vergangenheit litt auch die Wasserpfeife unter dem Aufkommen von Zigaretten. Seit der jüngsten Jahrtausendwende aber scheint die Wasserpfeife wieder eine Renaissance, auch in der westlichen Welt, zu erleben. In der Hektik des Informationszeitalters und der total vernetzten Welt, stellt das Rauchen einer Wasserpfeife eine Auszeit dar. Es entsteht Quality Time. Geduld, Entspannung und Gelassenheit im Kreis von Freunden oder Verwandten treten an die Stelle von Stress, Hektik und Termindruck.

Die Wasserpfeife gelangte vermutlich im frühen Mittelalter aus Indien über Persien zu den Arabern. Ursprünglich noch aus Kokusnüssen und Bambusrohr hergestellt, waren es die Türken, die für die Revolution der Wasserpfeife verantwortlich waren und die bis heute verbreitete Form prägten. Noch heute ist sie besonders im ostarabischen Raum und in Ägypten in vielfältigen Varianten und unter verschiedenen Bezeichnungen verbreitet.

Allgemein Nargile (arabisch < persisch eigentlich "Kokusnuß") bzw. Arkile genannt, heißt die Wasserpfeife in Ägypten auch Djauza bzw. Goze, in der Golfregion Shisha, in Saudi Arabien Djarrak und im Süden der arabischen Halbinsel Ruschba.

Die Wasserpfeife besteht aus einem nur teilweise gefüllten Wassergefäß aus Glas, Keramik oder Metall (seltener Kokusnuß, Kalebasse), dem langen, ins Wasser reichenden Pfeifenhals mit aufgesetztem Pfeifenkopf aus Ton, Metall oder Holz und dem seitlich über dem Wasserspiegel mündenden Saugrohr bzw. -schlauch mit Mundstück.

Ein auf den Pfeifenkopf aufgelegtes Stück glimmender Kohle entzündet den speziell präparierten Tabak. Der traditionelle Tumbak, dessen zerriebene Blätter nach dem Aussondern von Stielen und Rippen durchfeuchtet und im Pfeifenkopf zu einem Kegelstumpf geformt wird oder der moderne Molasse-Tabak werden dabei verwendet.

Der Rauch durchströmt beim Saugen am Mundstück das Wasser, wo er gekühlt, gefiltert und häufig mit Duftstoffen, wie Rosen- oder Orangenblütenessenz, parfümiert wird.

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